Durasil-Tropfen: Brasilien verbot das Ergänzungsmittel unbekannter Herkunft
Anvisa verbot in Brasilien alle Chargen der Durasil-Tropfen: Herkunft und Hersteller unbekannt, beworben mit Schmerzlinderung und besserer Erektion.
Am 2. Februar 2026 meldete Anvisa die Beschlagnahme und das Verbot aller Chargen des „Nahrungsergänzungsmittels in Tropfenform der Marke Durasil“ in Brasilien. Resolution RE 406 führt Unternehmen und Steuernummer als unbekannt auf. Die Behörde beschrieb Werbung auf Root Brasil und Online-Marktplätzen mit Versprechen von Schmerzlinderung, stärkeren Erektionen und verbesserter Erektionsfunktion. Anvisa stufte solche therapeutischen und funktionalen Aussagen bei Lebensmitteln als unzulässig ein. [1][2][3]
Was verboten wurde
Das Verbot umfasst Herstellung, Verkauf, Vertrieb, Werbung und Verwendung des identifizierten Produkts; Anvisa ordnete außerdem die Beschlagnahme an. Es handelt sich nicht um eine Entscheidung zu allen Produkten für Männer, sondern um Tropfen, die als Nahrungsergänzungsmittel verkauft wurden und deren Herkunft und Hersteller der Behörde unbekannt waren. [1][2][3]
Die Warnung gilt nicht automatisch für jedes Durasil-Produkt
Die Resolution veröffentlicht weder Rezeptur noch Dosierung und berichtet keine Laboranalyse, die ein verstecktes Arzneimittel nachgewiesen hätte. Sie beweist auch nicht, dass Seren, Kapseln oder andere Produkte namens Durasil mit anderer Darreichungsform oder anderem Verkäufer identisch sind. Die Quellen bestätigen weder einen aktuellen Preis noch ein am Telefon aufgedrängtes teures Kurspaket. Diese Prüfung bezieht sich nur auf die von Anvisa in Brasilien bezeichneten Tropfen. [1][2][3]
Warum diese Versprechen keine Behandlung sind
Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel und dürfen nicht als Behandlung einer Krankheit oder Funktionsstörung beworben werden. Anvisa erklärt, dass Ergänzungsmittel die Ernährung ergänzen, aber Krankheiten weder behandeln noch verhindern oder heilen. Wiederkehrende Erektionsprobleme sollten abgeklärt werden: Die Ursachen sind verschieden, und die hausärztliche Versorgung kann eine Untersuchung beginnen. Ein Produkt ohne feststellbaren Hersteller ersetzt diese Beratung nicht. [4][5]
Was Sie tun können
- Kaufen oder verwenden Sie die von Resolution RE 406/2026 erfassten Durasil-Tropfen nicht. [1][2][3]
- Falls Sie sie verwendet haben, bewahren Sie die Flasche auf und notieren Sie Charge, Verkäufer und Datum. Sprechen Sie bei Beschwerden oder Fragen mit medizinischem Fachpersonal.
- Wenn Erektionsprobleme wiederkehren, suchen Sie medizinische Hilfe, statt sich auf Tropfen unbekannter Herkunft zu verlassen; setzen Sie verordnete Medikamente nicht eigenständig ab. [5]
- Wenn Sie das Angebot in Brasilien sehen, sichern Sie die Anzeige und melden Sie sie Anvisa oder der örtlichen Gesundheitsaufsicht. [1]
Unser Urteil
Wir empfehlen die von Anvisa identifizierten und verbotenen Durasil-Tropfen nicht. Hersteller und Herkunft waren unbekannt, und die Werbung versprach Schmerzlinderung und bessere Erektionen—Aussagen, die die Behörde bei einem Nahrungsergänzungsmittel als unzulässig bewertete. Das ist ein konkreter Grund, das Produkt nicht zu kaufen. Die Resolution belegt weder versteckte Arzneimittel noch die Identität aller gleichnamigen Produkte oder telefonischen Verkaufsdruck.
Quellen
- Anvisa: Anvisa determina a apreensão e proibição dos suplementos Glicojax e Durasil, 2 de fevereiro de 2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
- Secretaria Municipal da Saúde de São Paulo: proibição do suplemento alimentar em gotas Durasil; transcrição da RE 406/2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
- Diário Oficial da União: Resolução-RE nº 406, de 30 de janeiro de 2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
- Anvisa: perguntas frequentes sobre suplementos alimentares ↗ Link geprüft: 2026-10-27
- Telessaúde Bahia: como avaliar disfunção erétil na atenção primária ↗ Link geprüft: 2026-10-27