Gesundheitsprodukte

Insufree-Tropfen: Anvisa verbot das Produkt von P2 Brasil

Brasiliens Anvisa untersagte alle Chargen der Insufree-Tropfen von P2 Brasil wegen unbekannter Herkunft und therapeutischer Aussagen. Was belegt ist.

Am 12. Februar 2026 teilte die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa mit, sie habe die Beschlagnahme angeordnet und Verkauf, Vertrieb, Herstellung, Werbung und Verwendung der Insufree-Tropfen in allen Chargen verboten. Das Produkt wurde als Nahrungsergänzungsmittel von P2 Brasil Ltda. identifiziert. Als Gründe nannte die Behörde die unbekannte Herkunft, nicht zugelassene therapeutische und gesundheitsbezogene Angaben auf dem Etikett sowie einen Markennamen, der eine Heilwirkung nahelegt. [1][2]

Was Anvisa verboten hat

Das ist keine klinische Bewertung einer Diabetesbehandlung. Die Mitteilung berichtet weder, dass ein Labortest ein verstecktes Arzneimittel in Insufree gefunden habe, noch nennt sie eine vollständige Zutatenliste oder Dosierungen. Die Schlussfolgerung muss präzise bleiben: Das identifizierte P2-Brasil-Produkt wurde wegen unbekannter Herkunft, Kennzeichnungsmängeln und unzulässigen Heilversprechen verboten. [1][2]

Was die Brasilianische Diabetesgesellschaft widerlegt hat

Die Brasilianische Diabetesgesellschaft (SBD) beschrieb unabhängig davon eine gefälschte Webseite, die eine natürliche, endgültige Heilung von Typ-2-Diabetes versprach, eine Forscherin erfand und öffentlichen Personen nicht erfolgte Interviews und Empfehlungen zuschrieb. Laut SBD führte der Button dieser Seite zu einem Produkt namens Insufree; natürliche Produkte seien in Leitlinien nicht als medikamentöse Diabetesbehandlung vorgesehen. Diese Bewertung betrifft die konkrete Werbegeschichte. [3]

Was nicht belegt ist

Ein gleicher Name beweist nicht, dass jedes Insufree-Angebot das Produkt von P2 Brasil ist, dieselbe Rezeptur hat oder zu den verbotenen Chargen gehört. Der SBD-Artikel nennt P2 Brasil nicht als Hersteller und belegt nicht, dass das Produkt hinter der gefälschten Seite mit dem Anvisa-Produkt identisch war. Verifizierte Belege für telefonischen Druck und den Verkauf teurer Kuren fanden wir ebenfalls nicht.

Was Sie tun sollten

  • Kaufen oder verwenden Sie die von Anvisa als P2-Brasil-Produkt identifizierten Insufree-Tropfen nicht: Die Behörde verbot alle Chargen und die Verwendung. [1][2]
  • Wenn Sie das Produkt bereits gekauft haben, bewahren Sie Flasche, Verpackung, Chargennummer und Beleg auf und sprechen Sie mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke. Setzen Sie verschriebene Diabetesmedikamente nicht eigenständig ab und ersetzen Sie sie nicht. [1][4]
  • Prüfen Sie vor dem Kauf eines anderen Produkts mit gleichem Namen Hersteller, brasilianische CNPJ-Nummer, Charge, Zutaten und Zulassungsstatus direkt bei Anvisa. Name und Begriff „natürlich“ belegen weder Identität noch Zulassung oder Wirksamkeit. [4]
  • Heilversprechen, die Aufforderung zum Abbruch der Behandlung und Druck zur sofortigen Zahlung sind Warnzeichen. Verlangen Sie Gesamtpreis, Flaschenzahl und Rückgaberegeln schriftlich; melden Sie auffällige Nahrungsergänzungsmittel Anvisa. [3][4]

Unser Fazit

Wir empfehlen nicht, die Insufree-Tropfen von P2 Brasil zu kaufen oder zu verwenden: Anvisa verbot alle Chargen und die Verwendung wegen unbekannter Herkunft und unzulässiger therapeutischer Aussagen. Ein Versprechen, Diabetes zu heilen, ist falsch und gefährlich; die SBD widerlegte eine Werbegeschichte, die zu einem Produkt namens Insufree führte. Die Quellen beweisen weder, dass jedes gleichnamige Angebot dasselbe Produkt ist, noch dass Käufer telefonisch zum Kauf gezwungen wurden. Setzen Sie verordnete Behandlung nicht ab.

Quellen

  1. Anvisa: Rückruf regelwidriger Lebensmittel, 12. Februar 2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  2. Stadt São Paulo: Rückruf der Insufree-Tropfen ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  3. Brasilianische Diabetesgesellschaft: Falschmeldung über angebliche Diabetesheilung ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  4. Anvisa: Verbraucherhinweise zu Nahrungsergänzungsmitteln ↗ Link geprüft: 2026-10-27