Gesundheitsprodukte

Top New und Diabetes: Anvisa verbot die Nahrungsergänzungsmittel der Marke in Brasilien

Anvisa verbot alle Top-New-Präparate in Brasilien nach Online-Werbung mit Krankheitsversprechen. Das bestätigt die Behördenentscheidung.

Am 16. Juni 2026 ordnete die brasilianische Gesundheitsbehörde Anvisa die Beschlagnahme aller Nahrungsergänzungsmittel der Marke Top New an und verbot Herstellung, Verkauf, Vertrieb, Werbung und Verwendung in Brasilien. Laut Behörde wurden die Produkte online mit Aussagen wie „kontrolliert Diabetes und Cholesterin“ und „lindert Gastritisbeschwerden“ beworben und verkauft. [1]

Was Anvisa verboten hat

Das Gesundheitsamt der Stadt São Paulo ordnet die Maßnahme der Resolution RE Nr. 2.401/2026 zu. Die Mitteilung sagt, dass das verantwortliche Unternehmen unbekannt war und auch die Herkunft der Produkte unbekannt oder ungeklärt blieb. Werbung auf topnewbrasill.com versprach zudem Vorteile bei Atemwegserkrankungen und entzündungshemmende Wirkungen. Das Verbot betrifft die von der brasilianischen Maßnahme erfassten Top-New-Präparate. [1][2]

Warum Heilversprechen ein Warnsignal sind

Ein Nahrungsergänzungsmittel ist keine Behandlung von Diabetes, hohem Cholesterin, Gastritis oder Atemwegserkrankungen. Anvisa erklärt, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht als krankheitsbehandelnd dargestellt werden dürfen, und warnt, dass solche Versprechen Menschen von angemessener Versorgung abbringen können. Blutzucker und Diabetes müssen individuell medizinisch beurteilt werden. [3]

Was nicht belegt ist

Die geprüften Hinweise veröffentlichen weder eine vollständige Rezeptur noch einen Laborbefund zu einem versteckten Arzneistoff. Wir fanden auch keinen bestätigten aktuellen Preis, keinen Beleg für einen Lockpreis und keine Dokumentation, dass Verkäufer am Telefon eine teure Kur aufdrängten. Die Entscheidung belegt nicht, dass andere Marken oder ähnlich benannte Angebote außerhalb Brasiliens dasselbe Produkt sind. [1][2]

So schützen Sie sich

  • Kaufen oder verwenden Sie die von Anvisas Verbot in Brasilien erfassten Top-New-Präparate nicht. [1]
  • Falls Sie eines verwendet haben, bewahren Sie Verpackung, Chargennummer, Anzeige und Kaufbeleg auf und sprechen Sie mit einem Arzt oder Apotheker, besonders bei Diabetes oder Medikamenteneinnahme.
  • Setzen Sie eine verordnete Behandlung nicht ab und ersetzen Sie sie nicht durch Nahrungsergänzungsmittel. Wenn Sie die Marke in Brasilien im Verkauf sehen, sichern Sie das Angebot und melden Sie es Anvisa oder der örtlichen Gesundheitsaufsicht. Prüfen Sie andere Präparate über den offiziellen Dienst der Behörde. [3][4]

Unser Fazit

Wir empfehlen die von der brasilianischen Anordnung erfassten Top-New-Präparate nicht. Anvisa verbot alle Produkte der Marke wegen unbekannter Herkunft und Werbung mit therapeutischen Versprechen zu Diabetes, Cholesterin, Gastritis und weiteren Beschwerden. Das reicht als Grund, die identifizierten Produkte zu meiden; eine Telefonabzocke oder versteckte Zutat müssen wir nicht erfinden. [1][2]

Quellen

  1. Anvisa: Anvisa proíbe suplementos alimentares sem registro, 16 de junho de 2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  2. Secretaria Municipal da Saúde de São Paulo: Proibição dos suplementos alimentares da marca Top New; referência à Resolução-RE nº 2.401/2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  3. Anvisa: Suplementos alimentares NÃO podem ser usados para tratar resistência à insulina, 9 de outubro de 2026 ↗ Link geprüft: 2026-10-27
  4. Anvisa: Como saber se um suplemento alimentar é autorizado? ↗ Link geprüft: 2026-10-27